Die neue Campagnolo Centaur

Die neue Campagnolo Centaur

by Rainer, 28. Juni 2017

Centaur – da klingelt doch was

Campas jüngstes Mitglied in der Familie mechanischer 11-Gang Gruppen trägt den Namen einer alten Bekannten, Centaur. Die Fans der italienischen Marke erinnern sich sicherlich noch an die 10-fach Gruppe gleichen Namens, die zum Bedauern vieler irgendwann vom Markt verschwand und durch die Veloce ersetzt wurde. Aber vielmehr als den Namen hat die neue Centaur mit der Namensgeberin auch nicht gemein, Campa ist da etwas ganz Neues gelungen.

Kostengünstig, leicht und leistungsstark

Campa nennt als grundlegendes Ziel des Centaur-Projekts, im „Einsteigerbereich“ eine kostengünstige Gruppe anzubieten, die jedoch Leistungen und Eigenschaften aufweist, die alles andere als Entry Level sind. Und das scheint nach meinem ersten Eindruck wohl auch gelungen denn bei gleichem Gewicht wie Shimanos 105er soll die Gruppe der Italiener im Einzelhandel rund 100 Euro günstiger zu haben sein, als die des japanischen Mitbewerbers.
Dabei bietet die Gruppe wie selbstverständlich viele der besonderen Campa Features, die der Rennradenthusiast von den Edelteilen der Italiener erwartet:
Die Gruppe besteht komplett aus Aluminium, bietet jedoch das gleiche innovative 4-Arm-Kurbelstern-Design, das man von der Super Record-Version kennt. Abgesehen vom unvergleichlichen Campa Design erhält man damit eine Universal-Garnitur, die für die Aufnahme fast jeder denkbaren Kettenblattkombination ausgelegt ist. Rechnet man noch den Einsatz der ebenfalls von den Top Gruppen stammenden Innenlagerachse ULTRA-TORQUE dazu, erhält man eine Komponente, die in Sachen Steifigkeit und Performance den absoluten Top Gruppen der Italiener nur wenig nachsteht.
Auch die Ergopower-Schalthebel bieten die gleiche außergewöhnliche Ergonomie, die man an Profi-Rädern findet: so entsteht sicherer Halt unter allen Bedingungen sowie absoluter Komfort auch auf den längsten Fahrten. Die Schalt-/Bremshebel vom Typ „Ein Hebel – Eine Funktion“ und der interne PowerShift-Mechanismus (schnelles Schalten mehrerer Gänge gleichzeitig) gewährleisten auch unter Belastung präzise und direkte Schaltfunktionen. Vergleicht man den wuchtigen Hebel etwa der aktuellen 105er mit dem der Campa Centaur, so fällt auf, wie vergleichsweise filigran die Campa Hebel daher kommen.

Campagnolo Centaur Komponenten

Die präzisen Umwerfer Vorgänge gehen einerseits auf die sorgfältig entworfenen Ergopower-Schalthebel zurück, andrerseits ist es auch der Umwerfer der Zentaur selber, der mit dem ursprünglich für den Profi-Bereich entwickelten Revolution 11+ genannten Mechanismus für schnelle und saubere Kettenblattwechsel sorgt. Im Innern der Ergopower-Schalthebel arbeitet eine veränderte Schaltstange dafür, dass  das Hochschalten vom inneren zum äußeren Kettenblatt mit minimaler Handkraft gelingt.
Das Schaltwerk bietet dank eines großen Bewegungswinkels des Parallelogramms große Vielseitigkeit, was die „fahrbaren“ Ritzelkombinationen angeht. Das neu konzipierte Centaur-Schaltwerk ist jetzt mit allen Ritzelpaket-Varianten bis 32 Zähnen kompatibel. Somit hat der Radsportler zukünftig die Möglichkeit, mit nur einem Schaltwerk alle marktgängigen Kombinationen zu montieren und zu fahren. Bei Shimano sind dazu zwei verschieden lange Schaltwerke notwendig, die zudem noch etwas schwerer sind als die Campa Komponente.

 

Kette und Ritzelpakete sind technisch mit denen der Potenza Gruppe weitgehend identisch, bekommen allerdings ein spezielles Finish, das zu der Oberfläche der anderen Centaur Komponenten passt.
Auch die Bremsen der Gruppe sind neu konzipiert: sie sind insgesamt 50 Gramm leichter als die der Konkurrenz, bieten jedoch eine absolut bestechende Bremsperformance, die man sonst nur von den höhenwertigen Gruppenkomponenten der Italiener kennt.

Centaur – ab August bei uns zu bekommen

Die Herausforderung der Campa Ingenieure bei der Konzipierung der Gruppe bestand aber nicht allein in der Entwicklung und Integration neuer Technologien und Leistungen in ein preislich erschwingliches Paket, sondern auch in der Gewichtsbegrenzung der neuen Gruppe. Mit ihren mehr als respektablen 2.470 Gramm ist die komplette Kentaur-Gruppe leichter als das Konkurrenzprodukt der Japaner, bietet dabei jedoch eine wesentlich höhere Vielseitigkeit. Die neu Gruppe wird, wie schon die Potenza, in Silber und in schwarzem Oberflächenfinish zu haben sein.
Nach Auskunft von Campa wird die Gruppe ab August bei den Einzelhändlern für den Verkauf bereit stehenden. Da der Run auf die edlen Teile vermutlich recht groß sein wird, nehmen wir jedoch gerne schon Vorbestellungen für die Auf- oder Umrüstung deines Rades mit der neuen Gruppe an. So kannst du sicher sein, dass du die neue Campa Centaur noch in dieser Saison fahren und genießen kannst.

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