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Rennräder für Frauen

by Rainer, 3. Mai 2015

Reine Frauenräder sind nach meiner Meinung wohl eher ein Marketing Gag der Radhersteller. Aber Räder, die so aufgebaut sind, dass sie ganz besonders für Frauen geeignet sind, machen schon Sinn. Worauf soll frau aber achten, wenn sie sich einen Renner zulegen möchte?

Rahmengeometrie: die gestreckt und stark nach vorn geneigte Sitzposition verursacht vielen Fahrerinnen ein Druck- bzw. Taubheitsgefühl im Schambereich. Hier kann schon eine etwas aufrechtere Sitzposition Abhilfe schaffen. Prinzipiell lässt sich das zwar auch mit einem kürzeren Vorbau am Rad erreichen, aber häufig leidet dann der gute Geradeauslauf und das Handling des Rades unter dieser Maßnahme. Besser ist es, gleich beim Kauf darauf zu achten, dass das Oberrohr im Verhältnis zur Sitzrohrlänge etwas kürzer ausfällt als bei sehr sportlich ausgelegten Rädern. Wenn dann noch das Steuerrohr ausreichend lang ist, kann man auch ohne die schrecklichen Spacertürme komfortable Räder herrichten.

Sattelstütze/Sattel: Die Sattelstütze hat enormen Einfluss auf den Komfort des Rades. Kleinere Rohrquerschnitte (27,2 mm), gut flexende Karbonmaterialien und ein Versatz der Sattelaufnahme aus der Stützenmitte heraus nach hinten erhöhen den Federungskomfort und sorgen für einen optimalen Sitz der Fahrerin über dem Tretlager.  Beim Sattel kann frau zwar gleich zu speziellen Frauensätteln  greifen. Viel wichtiger als diese pauschale Charakterisierung nach Herren- bzw. Damensattel ist jedoch die Wahl des individuell passenden Sattels, und das hängt in erster Linie vom Sitzknochenabstand und von der jeweiligen Sitzhaltung auf dem Rad ab.

Lenker und Brems-/Schaltgriffe: nach meiner Erfahrung kommen die meisten Frauen mit Lenkerformen gut zurecht, die einen etwas engeren Biegeradius haben. Reach und Drop sind hier etwas geringer als beim klassischen und herkömmlichen Rennbügel. Zudem sollte die Lenkerbreite zur Schulterbreite der Fahrerin passen (das gilt natürlich auch bei Herrenrädern). Die Griffweite der Brems-/Schalthebel sollte auf die Handgröße der Fahrerin eingestellt werden. Die aktuellen Shimano Hebel bieten da einen saubere technische Lösung mittels Einstellschraube. Ältere Hebeltypen und andere Hersteller arbeiten hier auch mit Distanzstücken in den Hebeln. Ich selber bin bekennender Campa Fan und habe beobachtet, dass der Schaltmechanismus, da durch den Daumenhebel intuitiver zu bedienen, insbesondere für Rennradanfängerinnen oftmals die bessere Wahl ist.

Kurbel und Antrieb: Auch die Kurbellänge sollte auf die Körpergröße/Beinlänge der Fahrerin abgestimmt sein. Bei sehr kleinen Fahrerinnen kann man sogar spezielle 165mm Kurbeln montieren. Außer bei sportlich sehr ambitionierten Fahrerinnen ist bei uns in der Voreifel-/Eifelregion, die Kompaktkurbel mit den 50/34er Kettenblättern der „Heldenkurbel“ mit ihren bspw. 53/39 Zähnen klar vorzuziehen. Zusammen mit einem 28er oder gar 30 Zahnkranz am Hinterrad bietet der Antrieb dann alle Möglichkeiten, auch die steileren „Knippchen“ locker hoch zu fahren.

In unserem Standardsortiment bei Peloton haben wir 2 Kompletträder, die den o.a. Anforderungen schon sehr gut entsprechen: das Ridley Liz (ab 1.299,- Euro) und das Focus Izalco Donna (ab 1.399,- Euro). Beide Räder bieten von den Rahmen und von den jeweiligen Grundausstattungen her eine ideale Plattform, um ein individuelles, an die persönlichen Bedürfnisse angepasstes Rad schnell herzustellen. Beide Räder findet ihr bei uns im Shop und wir beraten euch gerne bei den notwendigen Anpassungsmaßnahmen.

Als geeignete Kandidaten für einen komplett individuellen Aufbau eignen sich auch besonders die Cinelli Rahmen der Reihe „Experience“ (Aluminiumrahmen) oder, falls es ein Rahmen aus Karbon sein soll, das „Saetta„. Beide Räder haben wir schon für zahlreiche Kundinnen aufgebaut; beim Experience geht das bereits ab 1.499,- Euro, für das Saetta wird in der Regel ein Tausender mehr fällig. Mehr zu den Cinelli Rädern bei Peloton gibt es auch hier.

 

 

 

 

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