Rotor Kurbeln und Chainrings

Rotor Kurbeln und Chainrings

by Rainer, 3. Februar 2016

Peloton – autorisierter Rotor Partner

In der vergangenen Rennradsaison hatten wir mehrfach Anfragen und Bitten, Räder mit den ROTOR Kurbeln des spanischen High-End Herstellers auszustatten. Bestimmt haben die zahlreichen Erfolge im Profiradsport und im Triathlon zu der Popularität der Produkte genau so beigetragen wie die Tatsache, dass die klassische Tretkurbel noch eine ganze  Menge Innovationspotenzial besitzt und sich ROTOR dieser neuen Lösungen mit ausgesprochener Akribie und Liebe zum Detail widmet.
Auf jeden Fall Grund genug für uns, uns mit den ROTOR Kurbeln mal genauer auseinander zu setzen und sie dazu auch in unser Sortiment aufzunehmen. Denn wie immer gilt: wir verkaufen nur das in unserem Laden, was wir auch selber fahren und was uns restlos überzeugt.
Also ab sofort gibt es ROTOR Kurbeln auch bei Peloton und durch unsere authorisierte Partnerschaft können wir Euch auch alle mit den Produkten zusammenhängenden Services und Werkstattleistungen in der gewohnten Qualität anbieten!
Aber was hat es mit den ROTOR Produkten eigentlich genau auf sich?

ROTOR Kurbeln sind technische Meisterstücke

ROTOR 3D+

Die 3D+ genante KRG bildet das Herzstück des Kurbelgarnitur Sortiments. Dank eines besonderen Fertigungssystems (TDS – Trinity Drilling System) kommt die aus dem neuartigen 7055 Alu gefertigte ROTOR Kurbel sogar leichter daher, als das Gros der besten auf dem Markt befindlichen Karbonkurbeln.  Bei dem TDS Verfahren wird der Kurbelarm von der Achse bis zum Pedal 3-fach hohlgebohrt. Dabei entsteht ein kastenartiges Gitter (ähnlich wie bei einer Kastenträgerbrücke). Die Kurbelarme werden dadurch leicht, bleiben jedoch gleichzeitig ultrastabil und können den Dreh- und Biegekräften, die beim Pedalieren auf das System einwirken, besser widerstehen als eine einfache Hohlprofilkonstruktion (bspw. Shimano Hollowtec).
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Durch die zusammen mit einem Universaltretlager verwendete 30-mm-Achse passt die 3D+ zudem in fast alle Rahmen, ganz gleich, ob sie für 30-mm-Achsen ausgelegt sind oder nicht. Das verwendete UBB-30 genannte Universallager läßt sich mittels Adapter auf alle gängigen Tretlagergrößen und -standards portieren.
Der Standardkurbelstern ist so aufgebaut, dass er sowohl die klassischen runden wie auch ROTOR’s eigene ovale Kettenblätter aufnehmen kann. Ausführungen mit 130er wie mit 110er Lochkreis (Kompaktkurbel) sind gleichermaßen erhältlich. Bei Verwendung ovaler, Q-Ring genannter Kettenblätter, ist zudem eine Einstellung der Blätter auf der KRG in 5 Grad Schritten möglich. Den Stern gibt es jedoch auch in der MAS Version, die eine noch feinere Justierung der Blatteinstellung in 2,5 Grad Schritten ermöglicht.
Die 3D gibt es übrigens auch in einer etwas einfacheren Version (3D30 genannt) sowie in einer Version mit einer 24-mm-Achse.
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Für den ambitionierten Athleten, der seine Trainingssteuerung nicht dem Zufall überlassen möchte, bietet die 3D+ optional auch die Möglichkeit der integrierten Wattmessung. Das bei ROTOR InPower genannte System ist weiter unten m Text genauer erläutert.

ROTOR Flow

Die ROTOR Flow Kurbelgarnitur basiert im Prinzip auf der 3D+ Kurbel und verwendet die gleichen Technologien (TDS, UBB 30, OCP/MAS) und Fertigungstechniken. Sie ist jedoch eine Aero-Kurbelgarnitur, die sowohl für Aero-Rennräder als auch für reine Triathlonräder konzipiert wurde.
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Bei herkömmlichen Aerokurbeln führt die geschlossene, aerodynamische Konstruktion der Kettenblätter oft zu einer ungewohnten Optik und viel schlimmer, zu deutlichem Mehrgewicht im Vergleich zur normalen, feingliedrigen Rennradkurbel. Nicht so bei der Flow: sie bietet die Zeitersparnisse klassischer Aero-Kurbeln und spielt dabei trotzdem in einer Gewichtsklasse, wie wir sie von führenden Rennradkurbeln kennen.
Mit nachgewiesenen 6 Sekunden Zeitvorteil auf einer 40-km-Zeitfahrstrecke oder 15 Sekunden auf einer IM-Fahrradstrecke bei einer durchschnittlichen Leistung von 200 W bietet die Flow dem Athleten zudem einen messbaren Vorteil.
Auf der ROTOR Flow können die ovalen Kettenblätter ihre Stärken ganz besonders gut zur Geltung bringen. Mit dem dafür vorgesehenen Anpassungssystem (MAS – Micro Adjust System) kann man die Blattposition, genau wie bei der 3D+, in feinen 2,5 Grad Schritten an den eigenen Fahrstil genauestens anpassen.
Standard- und Kompaktausführungen sind genauso erhältlich wie mit dem Leistungsmesssystem InPower ausgerüstete Kurbeln.

ROTOR Kurbeln: INPower Leistungsmessung

INPower steht bei ROTOR für die Möglichkeit, die Kurbeln zusätzlich mit einem innenliegenden Leistungsmesssystem auszustatten. Das System befindet sich, gegen äußere Einflüsse gut geschützt, in der Kurbelachse. Es wird von einer Standard AA Batterie gespeist, die der Nutzer bei Bedarf von außen, ohne Ausbau der ROTOR Kurbel, selber austauschen kann. Ein Riesenvorteil und Kostenfaktor im Vergleich zu anderen Systemen, die zwecks  Batteriewechsel jeweils zum Hersteller eingeschickt werden müssen.
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INPower misst die Leistungsabgabe des linken Beins über den linken Kurbelarm. Besitzer von ROTOR Kurbeln können so auch nachträglich, durch Austausch der linken Kurbel, vergleichsweise preiswert auf ein Leistungsmesssystem umrüsten.
Da das eigentliche „ Hirn“  des Systems im Innern der 30mm Hohlachse eingebaut ist, ist es besser vor Witterungseinflüssen und Temperaturschwankungen geschützt. Nach Angaben des Herstellers wirkt sich das auf die Qualität der übermittelten Daten aus. Außerdem helfen ausgeklügelte Algorithmen bei der Berechnung der vom Athleten gewünschten Leistungsdaten, insbesondere der oft nachgefragten und für die Trainingskontrolle verwendeten gemittelten Leistungsangaben.
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ROTOR InPower nutzt den ANT+ Standard zur Datenübertragung. Dadurch können die ROTOR Kurbeln mit allen marktgängigen Sensoren und Anzeigegeräten die gleichfalls diesen Industriestandard nutzen integriert werden.

ROTOR Technologien

Welche Technologien sind nun besonders hervorzuheben, wenn es um die Beurteilung der Eignung von ROTOR Kurbelradgarnituren im Radsport geht?

Rotor Kurbeln: Trinity Drilling System

ROTORs 3-fach gebohrte Kurbelarme halten Biege- und Torsionskräften besser stand als klassische Hohlkurbelarme. Die Kurbelarme  sind aufgrund des Trinity Drilling Systems steifer als die geschmiedeten Produkte anderer Anbieter. Bei diesem Verfahren wird der Kurbelarm von der Achse bis zum Pedal 3-fach hohlgebohrt. Dabei entsteht ein kastenartiges Gitter (ähnlich wie bei einer Kastenträgerbrücke). Dadurch werden die Kurbelarme ultrastabil und erhalten ein herausragendes Verhältnis von Steifigkeit und Gewicht.

ROTOR 30mm Achsen und Universal Bottom Brackets

Die Achsentechnologie der ROTOR Kurbeln geht einher mit dem UBB-Konzept, das mit den meisten Innenlagerstandards im Markt kompatibel ist. Es ermöglicht erstaunliche und unerwartete Optionen für die Ausrüstung von Rädern mit ROTOR 30mm Kurbeln und dies ungeachtet des Innenlagertyps: so ist das UBB30-Achsenkonzept zu 100% kompatibel mit BSA (68 & 73), ITA, BB86, BBB89, BB92, BB30, BB386 EVO und BBRight Rädern.

Q-Rings

Wenngleich sich alle ROTOR Kurbeln mit herkömmlichen runden Kettenblättern ausstatten lassen, so reizt es schon, sie mit den ovalen, Q-Rings genannten Blättern des spanischen Herstellers zu versehen. Die Q-Ring Idee beruht auf sportwissenschaftlichen Untersuchungen die besagen,dass der konstante Widerstand, den runde Kettenblätter erzeugen, die optimale Trittdynamik hinsichtlich relativer Kraft beim Pedalieren sowie bezüglich des optimalen Drehmoment beeinträchtigt. Ein Q-Ring sorgt für einen seidenweichen “perfekten Spin”, indem er Drehmomentschwankungen glättet und die stärksten Muskeln besser nutzt. Q-Rings steigern gegenüber runden Kettenblättern die Leistung eindeutig. Bei einer Zeitfahrstrecke von 1 km hatten Elite-Fahrer einen Zeitvorsprung von 1,6 Sekunden und erzeugten 27 W mehr Leistung. Zum Vergleich: Aero-Laufräder weisen einen Zeitvorteil von 1,5-1,8 s/km und 16 W mehr Leistung auf.
Das bedeutet für den Anwender erhöhte Ausdauer, ein größeres Sprintvermögen und eine größere Zähigkeit bei Anstiegen. Triathleten können durch Q-Rings zudem die Belastungen beim Radfahren reduzieren und so die anschließende Laufleistung zumeist deutlich steigern.
Q-Rings gibt es bei ROTOR neben der „Normalversion“ auch in einer XL Variante, bei der die Ovalisierung des Kettenblattes nochmals stärker ausgeprägt ist als beim Serienblatt.

OCP und MAS – Optimale Kettenblattposition

Anders als bei anderen Anbietern und früheren Versionen ovaler Kettenblätter kann zudem die Position der Q-Ring Kettenblätter auf dem Kurbelstern entsprechend dem persönlichen Fahrstils eingestellt werden. Mithilfe der OCP-Anpassung des Q-Ring Kettenblatts findet man die beste Position sowohl in punkto Komfort als auch bezüglich der Effizienz. In Verbindung mit einem Standardkurbelstern kann die OCP der Q-Rings in 5°-Schritten angepasst werden.
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In Kombination mit einem ROTOR MAS Spider sogar in 2,5°-Schritten.
Die Anpassungsmöglichkeiten haben zudem den Riesenvorteil, dass man sich bei der Umstellung von rund auf oval, die immerhin einige Wochen dauern kann, der optimalen Position langsam annähern kann. Für eine reibungslose Umstellung auf die Nutzung ovaler Kettenblätter hilft ROTOR mit einem Leitfaden zur optimalen OCP-Einstellung sowie einer eigens dafür konzipierten Software.

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